Ein offener Brief aus den USA an Sachsens Justizministerin Constance Geiert
Stuttgart, 11. Februar 2026 – Die erneute Inhaftierung der Ärztin Bianca Witzschel sorgt nicht nur in Deutschland für Aufsehen – auch international wächst das Unverständnis. Mit einem eindringlichen Schreiben hat sich der US-amerikanische Politikphilosoph R. Leland Lehrman an Sachsens Justizministerin Constance Geiert gewandt. Sein Brief ist als Amicus Curiae – als „Freund des Gerichts“ – formuliert und fordert die Freilassung von Bianca Witzschel.
Hintergrund: Internationale Verbindung und persönliche Begegnung
Robert F. Kennedy Jr. war am 29. August 2020 selbst auf der QUERDENKEN-Demonstration in Berlin vor Ort. Jahre später wurde ich von ihm zur Amtseinführung in die USA eingeladen. Dort habe ich Leland Lehrman persönlich kennengelernt.
Leland arbeitete im Wahlkampf- und Übergangsteam von Robert F. Kennedy Jr. und ist weiterhin als externer Berater der US-Regierung in Fragen der Gesundheit und des Friedens tätig. Er unterstützte maßgeblich die Kampagne zur Neubewertung der COVID-19-Impfempfehlungen für Schwangere, Kinder und Jugendliche.
Am 31. Juli 2025 war Leland Lehrman als Prozessbeobachter am 44. und letzten Verhandlungstag meines Verfahrens in Stuttgart anwesend. Seit diesem Zeitpunkt haben wir die Zusammenarbeit zur internationalen Aufarbeitung der Corona-Jahre intensiviert.
Der Amicus-Curiae-Brief
In seinem Schreiben an die sächsische Justizministerin Constance Geiert bittet Lehrman um Begnadigung oder Bewährung für Bianca Witzschel – idealerweise um eine vollständige Begnadigung.
Er beschreibt seine persönliche Verbundenheit mit Deutschland, seine Wertschätzung für die deutsche Kultur und Wissenschaft – und äußert zugleich tiefe Sorge über die juristische Behandlung einer Ärztin, die während der Corona-Jahre Atteste ausgestellt und medizinische Entscheidungen nach ihrem Gewissen getroffen hat.
Besonders deutlich wird er in folgender Passage:
„Der Fall von Dr. Witzschel bestätigt genau das, was Kennedy kritisiert hat: Medizinische Entscheidungen werden politisch sanktioniert. Therapiefreiheit wird kriminalisiert. Widerspruch wird bestraft. Ärztliches Gewissen wird als politische Ideologie umgedeutet. Patientenversorgung wird in ein Straftatbestand pervertiert.“
Er weist zudem auf eine zeitliche Abfolge hin, die international Aufmerksamkeit erregt hat:
- Kennedys Brief vom 10. Januar
- Die öffentliche Zurückweisung durch Bundesministerin Nina Warken
- Die erneute Inhaftierung von Bianca Witzschel nur zwölf Tage später
Für Lehrman ist dies kein isolierter Vorgang, sondern ein Signal, das weit über Sachsen hinaus wahrgenommen wird.
Internationale Wahrnehmung
Der Fall Bianca Witzschel macht deutlich: Die Corona-Aufarbeitung ist keine rein nationale Angelegenheit mehr. Entscheidungen deutscher Gerichte und Behörden werden international beobachtet – insbesondere dort, wo inzwischen politische und medizinische Neubewertungen stattfinden.
Lehrman formuliert es am Ende seines Briefes klar:
„Es ist wieder Zeit für Wahrheit und Versöhnung.“
Dieser Satz ist mehr als ein Appell. Er ist eine Einladung, die Ereignisse der vergangenen Jahre mit Mut, Transparenz und rechtsstaatlicher Klarheit neu zu betrachten.
Ich danke Leland Lehrman für seinen Einsatz, für seine Verbundenheit mit Deutschland und für seinen Mut, sich öffentlich für Gerechtigkeit einzusetzen.
Michael Ballweg
Der komplette Brief im Wortlaut (→ englisches Original)
Amicus-Curiae-Schriftsatz für:
Die Ehrbare Constance Geiert
Justizministerin des Freistaates Sachsen
Anlage:
Ausführliche Überprüfung des Falls von Bianca Sabine Witzschel durch ihr Rechtsanwaltsteam.
Sehr geehrte Frau Geiert,
bitte verzeihen Sie mir. Ich spreche kein Deutsch mehr. Doch ich nutze diese Gelegenheit, um Ihnen die persönlichen und rechtlichen Gründe darzulegen, aus denen ich mich an Sie wende, um eine Begnadigung oder Strafaussetzung zur Bewährung für Bianca Sabine Witzschel zu erbitten.
Einstmals sprach ich fließend Deutsch. Es war meine zweite Sprache.
Zusammen mit meiner Mutter wurde ich von einer deutschen Frau namens Emilie Betz großgezogen. Sie war es, die mir eine lebenslange Liebe zum deutschen Volk und zur deutschen Kultur einpflanzte. Mimi, mein Vater und ich sprachen in jenen allerersten Jahren, an die ich mich noch so klar erinnere, gemeinsam Deutsch. Mein Vater, ein Gelehrter der Yale- und Harvard-Universität, stellte oft fest, dass deutschsprachige historische Quellen die besten der Welt waren. Deshalb lernte er Deutsch und reiste dorthin, um am Goethe-Institut zu studieren, Berlin und den Rest des Landes in jenen gefährlichen Tagen zu sehen, als die Mauer noch stand. Mein Vater war es, der mir sagte, Deutschland sei „Das Land der Dichter und Denker“.
Und so lernten meine Familie und ich, Ihre unglaublichen Gelehrten, Wissenschaftler und Schriftsteller zu respektieren – Hermann Hesse aus Calw ist mein Liebling unter ihnen.
Wenn ich Ihnen heute schreibe, um Sie mit Robert F. Kennedy Jr. bekannt zu machen, so müssen Sie verstehen, dass ich dies mit Wärme, gutem Willen und im besten Interesse beider unserer Nationen tue.
Aus dem, was ich direkt von Dutzenden glaubwürdiger Ärzte und Anwälte gehört und gelesen habe, die mit dem Fall befasst sind, scheint ein Fehler vorzuliegen.
Die beunruhigenden Details sind vollständig in dem beigefügten Dokument beschrieben, das ich als Freund des Gerichts (Amicus Curiae) einreiche.
Es waren schreckliche Zeiten, jene Tage der Krankheit, Unsicherheit und Panik.
Es ist verständlich, dass Fehler gemacht wurden. Doch als der Staub sich legte, wurde klar, dass Ärzte wie Bianca, die Befreiungen von den verschiedenen Maßnahmen jener Jahre ausstellten, recht hatten. Sie handelten in gutem Glauben und sind durch das Urteil der Geschichte rehabilitiert worden.
Doch das Leid der Menschen dauert unnötigerweise an. Maßnahmen, die möglicherweise aus Versehen oder auf fehlerhaften Daten beruhend eingeführt wurden, müssen uns nicht länger belasten. Die Verfolgung von Whistleblowern – die recht hatten – ist schlichtweg untragbar. Denn nicht nur hatten sie recht, sondern inzwischen weiß es die ganze Welt.
Wir wissen, dass Bianca recht hatte, weil unsere Kinder und Älteren, unsere Freunde, Familien und Nachbarn schwer unter Nebenwirkungen der Impfungen, unter den psychologischen Folgen unwissenschaftlicher Maskenpflichten und den invasiven und unnötigen Testverfahren gelitten haben – von denen so viele als betrügerisch oder ungenau entlarvt wurden.
Zur Kränkung kommt noch die Beleidigung hinzu: Ihre Strafe ist einfach empörend. Ihre Haftzeit ist länger als die mancher Gewaltverbrecher.
Wie können wir das aus der Ferne hören und nicht in diesem Fall eingreifen?
Das Verstörendste von allem ist, dass Bianca nach der Inhaftierung erneut ins Gefängnis zurückbeordert werden soll, nachdem Secretary Kennedy berechtigte Fragen aufgeworfen hat, die sich als legitim erwiesen haben.
Hier die alarmierendste Passage:
„Der Fall von Dr. Witzschel bestätigt genau das, was Kennedy kritisiert hat: Medizinische Entscheidungen werden politisch sanktioniert. Therapiefreiheit wird kriminalisiert. Widerspruch wird bestraft. Ärztliches Gewissen wird als politische Ideologie umgedeutet. Patientenversorgung wird in ein Straftatbestand pervertiert.
Die Abfolge ist aufschlussreich:
Kennedys Brief vom 10. Januar.
Warkens Ablehnung unmittelbar danach.
Der Haftbefehl nur zwölf Tage später.“
Diejenigen von uns, die Deutschland lieben, bleiben keine andere Wahl, als unsere diplomatische Führung um Unterstützung und Intervention zu bitten.
Ich kann nicht umhin zu empfinden, dass die Ehre des großartigen Freistaates Sachsen und der Nation Deutschland auf dem Spiel steht.
Wir haben in den USA noch viele Verbesserungen im Gesundheits- und Justizwesen vorzunehmen. Seien Sie versichert, dass wir alle weiterhin intensiv an dieser Priorität arbeiten.
Doch Ihre Bürger haben uns dringend um Hilfe in diesem Rechtsbereich gebeten und uns gesagt, dass sie keinen anderen Weg mehr sehen.
So bitte ich Sie abschließend nochmals: Befreien Sie Bianca Witzschel. Durch Begnadigung oder Entlassung auf Bewährung, idealerweise jedoch durch eine vollständige Begnadigung. Falls es ein weiteres Gericht oder eine andere Instanz gibt, an die ich mich wenden kann, teilen Sie mir diese bitte mit, damit wir dieses und alle damit zusammenhängenden Missstände auf nationaler Ebene beheben können.
Es ist wieder Zeit für Wahrheit und Versöhnung.
Im Geiste der Freundschaft und Gerechtigkeit,
R. Leland Lehrman
cc: Robert F. Kennedy Jr.
Gesundheitsminister (HHS Secretary), Vereinigte Staaten von Amerika