Im Gespräch mit Dr. Michael Nehls („Querdenken braucht Mut“) ging es nicht um Rückblick, sondern um Zukunft. Nicht um alte Konflikte, sondern um Handlungsfähigkeit.
QUERDENKEN braucht MUT
Für mich stand im Zentrum dieses Gesprächs eine zentrale Frage:
Wie bleiben wir als freiheitliche Bewegung langfristig handlungsfähig?
2020 war Aufbruch – die nächste Krise wird vorbereitet sein
2020 war ein ungeplanter Aufbruch. Viele Menschen sind spontan auf die Straße gegangen, weil sie gespürt haben: Hier stimmt etwas nicht.
Die nächste Krise wird anders sein – Sie wird vorbereitet kommen.
Strategischer. Technischer. Koordinierter.
Deshalb braucht es diesmal nicht nur Mut – sondern Vorbereitung.
Handlungsfähigkeit entsteht durch:
- dezentrale Organisation
- digitale Selbstbestimmung
- stabile Gemeinschaften
- Unterstützung exponierter Personen
- Friedensorientierung
- bewussten Umgang mit unserer Energie
Energie ist kein Nebenthema – sie ist das Ordnungsprinzip
Was sich durch das gesamte Gespräch gezogen hat, ist ein Wort:
Energie.
Nicht nur politisch.
Nicht nur organisatorisch.
Sondern als strategisches Grundprinzip.
Wir müssen lernen:
- Energie bestehenden Strukturen zu entziehen
- Energie in Gemeinschaften zu bündeln
- Energie zu schützen – durch Regeneration
- unsere eigene Lebensenergie nicht zu verbrennen
- Repressionskosten zu erhöhen, ohne uns selbst zu erschöpfen.
Wer dauerhaft im Alarmmodus lebt, verliert Kraft.
Wer bewusst handelt, bleibt wirksam.
Bewegung darf kein Dauer-Ausbrennen sein.
Regeneration ist kein Luxus – sie ist Teil unserer Strategie.
Dezentralität schützt
Zentralisierte Strukturen sind angreifbar.
Das haben wir erlebt.
Deshalb ist Dezentralität kein technisches Detail – sie ist Schutzmechanismus.
Digitale Selbstbestimmung ist Voraussetzung für Handlungsfähigkeit:
- Open Source statt Abhängigkeit
- sichere Kommunikation statt Überwachung
- lokale KI statt Fremdsteuerung
- Bitcoin als Option jenseits staatlicher Kontrolle
Wer digital souverän ist, bleibt unabhängig.
Frieden ist der neue gemeinsame Nenner
Ich bin überzeugt:
Der verbindende Nenner der kommenden Jahre wird Frieden sein.
Nicht Spaltung.
Nicht interne Grabenkämpfe.
Nicht Rechthaberei.
Sondern Zusammenhalt und Kooperation.
Gerade wenn Krisen kommen, braucht es Bündelung statt Zerstreuung.
Es braucht Menschen, die Differenzen aushalten können – ohne das Gemeinsame zu verlieren.
Vorbereitung statt Überraschung
Was uns 2020 stark gemacht hat, war Mut.
Was uns künftig stark machen wird, ist Vorbereitung.
- Strukturen kennen
- Aktionsformen kreativ weiterentwickeln
- dezentrale Netzwerke reaktivieren
- Exponierte Personen entlasten
- Solidarität leben
Unterstützung politisch Verfolgter ist dabei kein Randthema.
Solidarität ist Schutz.
Jeder kann wirksam sein
Nicht jeder muss auf der Bühne stehen.
Nicht jeder muss vorneweg laufen.
Aber jeder kann im Kleinen wirksam sein:
- lokal
- digital
- gemeinschaftlich
- ruhig
- stabil
Wir brauchen keine Dauerempörung.
Wir brauchen strategische Reife.
Was uns 2020 stark gemacht hat, wird uns auch in Zukunft tragen –
wenn wir vorbereitet, verbunden und digital souverän sind.
Wer seine Energie schützt, bündelt und bewusst einsetzt, bleibt auch in Krisenzeiten handlungsfähig.